Freiherr vom Stein soll auf Schloss Cappenberg bleiben

 

Bildunterzeile: Untere Reihe von rechts: Marie Therese Grönewäller, stellv. Dr. Thomas Reinbold, Judith Pirscher, Sebastian Graf von Kanitz, Dr. Barbara Rüschoff-Thale, Stephen Paul, Susanne Schneider MdL Mittlere Reihe von rechts: Dieter Albert, Cornelia Eggenwirth, Arne Hermann Stopsack, Dr. Roland Giller, Julius Will, Michael Klostermann, Andreas Wette, Klaus Brzezinski Obere Reihe von rechts: Johannes Sieweke, Dr. Jens Jordan, Heinz Dingerdissen, Alexander Alt, Klaus Schmidtmann, Philip Schmidtke-Mönkediek, Siegbert May, Reinhard Broich, Alfred Edelhoff

Bildunterzeile von links nach rechts: Untere Reihe: Susanne Schneider MdL, Stephen Paul, Dr. Barbara Rüschoff-Thale, Sebastian Graf von Kanitz, Judith Pirscher, Dr. Thomas Reinbold, Marie Therese Grönewäller Mittlere Reihe: Klaus Brzezinski, Andreas Wette, Michael Klostermann, Julius Will, Dr. Roland Giller, Arne Hermann Stopsack, Cornelia Eggenwirth, Dieter Albert, Obere Reihe: Alfred Edelhoff, Reinhard Broich, Siegbert May, Philip Schmidtke-Mönkediek, Klaus Schmidtmann, Alexander Alt, Heinz Dingerdissen, Dr. Jens Jordan, Johannes Sieweke

Selm/Lünen/Unna/Westfalen-Lippe. Die Mitglieder der FDP-FW-Fraktion der Landschaftsversammlung Westfalen-Lippe kamen jetzt mit der Landtagsabgeordneten Susanne Schneider (FDP) und Kommunalvertretern der Freien Demokraten und der Freien Wählern aus dem Kreis Unna auf Schloss Cappenberg zusammen. Begrüßt wurden die Politiker vom Schlossherrn Sebastian Graf Kanitz.

Einig waren sich die Gesprächspartner, dass es richtig ist, auch künftig auf Schloss Cappenberg mit einer neu zu gestaltenden Ausstellung an den berühmten preußischen Reformer Freiherr vom Stein zu erinnern. Die bestehenden Verträge über die Nutzung des Schlosses zwischen dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), dem Kreis Unna und Graf Kanitz laufen am Jahresende aus.

Die LWL-Dezernentinnen Judith Pirscher (Bau) und Dr. Barbara Rüschoff-Thale (Kultur) stellten den Politikern die möglichen künftigen Regelungen vor, wie sie gerade zwischen den Beteiligten abgestimmt werden. Die Ausstellungsfläche werde reduziert, der Brandschutz verbessert, neue Fluchtwege angelegt und die Barrierefreiheit hergestellt. Außerdem sollen die Sanitäranlagen erneuert werden, so Judith Pirscher.

Dr. Barbara Rüschoff-Thale veranschaulichte, wie die neue Ausstellung in atmosphärisch gestalteten Räumen präsentiert werden soll. Wenn die notwendigen politischen Entscheidungen nach Ostern getroffen und die vorbereitenden Arbeiten planmäßig gelingen, könne die Ausstellung bereits im Frühjahr 2017 neu eröffnet werden. Dann werde die Freiherr vom Stein-Ausstellung auch in das neue „Preußen-Netzwerk“ eingebunden, das schon zu Beginn bereits 17 unterschiedliche Stationen preußischer Geschichte in ganz Westfalen zusammenfasst.

Die Kommunalvertreter der Freien Demokraten und der Freien Wähler begrüßten die sich anbahnende Entscheidung. Der Kreis Unna und der LWL seien fair miteinander umgegangen und könnten ihr Engagement auf Schloss Cappenberg gemeinsam fortsetzen, betonten der FDP-Fraktionsvorsitzende des Kreistages, Michael Klostermann, und Julius Will, FDP-Mitglied des Kreistages und des Ausschusses für Bildung und Kultur, sowie FW-Kreistagsmitglied Dieter Albert. Schloss Cappenberg sei ein Publikumsmagnet und wichtig für das Kulturleben im Kreis Unna.

Der Selmer FDP-Ortsvorsitzende Klaus Schmidtmann bekannte, er habe sich große Sorgen gemacht, dass die Ausstellung auf Schloss Cappenberg vom LWL aufgegeben werden könnte. Er sei froh, dass durch sich jetzt abzeichnende Lösung der Initiative der Stadt Selm „Wir bringen den Stein ins Rollen“ nicht eine wichtige Grundlage entzogen werde.

Marie Therese Grönewäller und Cornelia Eggenwirth von den Freien Wähler Lünen begrüßen ebenfalls die Entscheidung zum Verbleib, da für viele Lünener Schloss Cappenberg immer schon eine Anlaufstätte war. Aber auch für viele Fahrradtouristen aus ganz Westfalen und darüber hinaus. Ebenso erleichtert zeigte sich auch der Lünener FDP-Ratsfraktionsvorsitzende Dr. Roland Giller.

Der FDP-FW-Fraktionsvorsitzende der Landschaftsversammlung, Stephen Paul, rief allen Teilnehmern des interkommunalen Gespräches in Erinnerung, dass „vor fünf Jahren im Zuge von Sparüberlegungen beim LWL noch der Vorschlag im Raume stand, die Freiherr vom Stein-Ausstellung auf Schloss Cappenberg aufzugeben“. Freie Demokraten und Freie Wähler hätten den drohenden Verlust sofort erkannt und klar vertreten, dass die Ausstellung dort bleiben soll, wo die Menschen den Zugang zu dieser bedeutenden Persönlichkeit suchen. Eben auf Schloss Cappenberg, dem Lebens- und Wirkungsort des Freiherr-vom-Stein.“ Als erste Fraktion der Landschaftsversammlung entschied die FDP-FW-Fraktion bei ihrer Tagung auf Schloss Cappenberg, die Zukunftslösung mit voller Kraft zu unterstützen.

 

 



Symbol zurückAlle Meldungen

Symbol Info
Cookie Consent Banner von Real Cookie Banner