Das etwas andere Hotel in Detmold

Detmold

Auf dem Bild (von links): Alexander Alt, Stephen Paul, Timo Witt, Gerhard Stauff

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) unterstützt Unternehmen, die Menschen mit Behinderung beschäftigen. Mitglieder der FDP-FW-Fraktion im LWL besuchten daher jetzt das integrative Elisabeth-Hotel in Detmold und sprachen mit Geschäftsführer Timo Witt.

Das beliebte Haus entstand 2004 auf eine private Elterninitiative hin und ist unabhängig von großen Trägern. Der Hotelmanager steht dem Verbund der Embrace-Hotels vor, die alle auch Menschen mit Behinderung beschäftigen. So hat auch die Hälfte seiner Mitarbeiter im Elisabeth-Hotel eine Behinderung. Diese werden nach ihren Fähigkeiten im gesamten Hotelbetrieb eingesetzt.

Das Elisabeth-Hotel entwickele sich dank vieler Geschäftsreisender, Familienbesucher und Teutoburger Wald-Touristen gut, erfuhren die LWL-Politiker. Der staatlich verursachte Bürokratieaufwand und der Kostendruck auf Integrationsunternehmen, etwa durch das Mindestlohngesetz, erschwere aber das Geschäft. Für den FDP-FW-Fraktionsvorsitzenden Stephen Paul (Herford) gilt: In der Sozialpolitik sei „gut gemeint“ eben oft das Gegenteil von „gut gemacht“.

Neben der Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen, engagiert sich das Hotel auch in der Ausbildung. Berufseinsteiger mit Lernschwächen oder sozialen Nachteilen können sich hier als Fachpraktiker, Fachkraft oder Helfer im Gastgewerbe ausbilden zu lassen. Kompetentes, speziell auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen ausgebildetes Personal garantiert eine engmaschige und qualifizierte Betreuung und Begleitung. Für das Engagement erhielt das Elisabeth-Hotel 2010 den Förderpreis „Ausbildungs-Ass“ der jungen deutschen Wirtschaft.



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