FDP-FW-Fraktion informiert sich über die Rehabilitationseinrichtung für psychisch kranke Menschen (RPK) in Rostock

Bildunterzeile von links vordere Reihe: Dr. Claas Pätow, Dr. Thomas Reinbold, Arne Hermann Stopsack und hintere Reihe von links Arnfred Wittsieker, Dr. Andreas Eisenblätter, Alexander Arens und Gerhard Stauff

Der FDP-FW-Fraktionsarbeitskreis Gesundheit im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) um seinen Fraktionsarbeitskreisleiter Dr. Thomas Reinbold und den FDP-FW-Fraktionsvorsitzenden Arne Hermann Stopsack informierte sich bei seiner diesjährigen Klausurtagung über die psychiatrische Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern.

Der erste Informationsbesuch fand in der Gesellschaft für Gesundheit und Pädagogik mbH, Rehabilitationseinrichtung für psychisch kranke Menschen (RPK) in Rostock statt. Dort erläuterten der Leiter der Einrichtung, Dr. med. Andreas Eisenblätter, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und Dr. phil. Claas Pätow, Bereichsleiter für klinische und ambulante medizinische Versorgung von Erwachsenen, den LWL-Politikern das Konzept der Einrichtung. Die RPK bietet psychisch erkrankten Menschen im Alter von 18 bis 60 Jahren eine medizinische und berufliche Rehabilitationsbehandlung in drei Phasen an. In der ersten Phase vom ersten bis zweiten Monat erfolgt die psychische Stabilisierung und Steigerung der Belastbarkeit durch medizinische Rehabilitation. In der anschließenden zweiten Phase vom zweiten bis fünften Monat erfolgen weiterhin die medizinische Rehabilitation und erste berufliche Belastungserprobungen. In der dritten und letzten Phase vom achten bis zum zwölften Monat erfolgen dann Praktika im Rahmen der beruflichen Rehabilitation.

Das Behandlungsangebot der RPK erfolgt  in einem abgestimmten Prozess als Komplexleistung. Maximal werden 20 Teilnehmer aufgenommen. Das Rehabilitationsteam setzt sich zusammen aus Ärzten, Psychologen, Ergotherapeuten, Physiotherapeuten, Sozialarbeitern, Sozialpädagogen, Gesundheits- und Krankenpflegekräften und Fachkräften für die berufliche Rehabilitation.

„Unser Ziel ist, unseren Teilnehmern die Akzeptanz und das Verstehen ihrer Erkrankung und den Umgang damit im Alltag zu vermitteln, um so wieder am Erwerbs- und Arbeitsleben teilnehmen zu können“, so Dr. Eisenblätter und Dr. Pätow.

In der RPK werden den Teilnehmern private und berufliche Perspektiven vermittelt, ebenso wie die Entwicklung sozialer Kompetenz. Die RPK unterstützt ihre Teilnehmer bei der beruflichen Orientierung, z.B. durch Praktika, damit die Voraussetzungen für eine berufliche Wiedereingliederung geschaffen werden. Die Kosten für die RPK-Maßnahmen übernehmen in der Regel die Rentenversicherungsträger, die Bundesagentur für Arbeit, die gesetzliche Krankenkassen und private Krankenversicherungen, mit denen die RPK in engem Austausch steht. Feste Eingliederungsquoten sind vereinbart, die seitens der RPK auch erfüllt werden. Auch nach der erfolgreichen Wiedereingliederung in den Beruf ist die RPK für die Teilnehmer da und führt nach einem Jahr eine Nachbefragung durch.

Der Arbeitskreis bewertete dies als ein sehr interessantes Modell, das auch Impulse für die psychiatrische Rehabilitation in Westfalen-Lippe geben kann.



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