FDP-FW-Fraktion des LWL sprach mit Yvonne Gebauer MdL

 

Von Links: Arne Hermann Stopsack; Artur Peschel; Heinz Dingerdissen; Yvonne Gebauer; Stephen Paul; Ruth Becker; Arnfred Wittsieker.

Hemer/Westfalen. „Inklusion ja – aber richtig“ war das Motto einer zweitägigen Klausurtagung der Schulpolitiker der FDP-FW-Fraktion der Landschaftsversammlung Westfalen-Lippe.

Mit der Landtagsabgeordneten Yvonne Gebauer, schulpolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, sprachen die LWL-Politiker über den jetzt vorgelegten Gesetzentwurf der rot-grünen Landesregierung zur Inklusion an Schulen. Woher das nötige qualifizierte Personal und die finanziellen Mittel für die technische Ausstattung und barrierefreie Gebäude herkommen sollen, habe die Landesregierung bis heute nicht beantwortet „Dies ist ein Angriff auf die Kommunen, die Wahlfreiheit der Eltern und die Qualität der sonderpädagogischen Förderung“, so die FDP-Bildungsexpertin.

Die Schulpolitiker der FDP-FW-Fraktion der Landschaftsversammlung suchten bei ihrer Tagung auch das Gespräch mit den Praktikern in den Schulen. Zunächst bei einem Besuch in der Felsenmeerschule Hemer, einer LWL-Förderschule mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung. Schulleiter Dirk Kolar machte deutlich, dass unterschiedliche Behinderungen auch unterschiedliche Förderangebote erforderten. Es müsse genau hingesehen werden, wo der optimale Förderort für jedes einzelne behinderte Kind ist. Deshalb waren sich alle Gesprächsteilnehmer einig, dass es keine Schließung aller Förderschulen geben darf.

Liberale und Freie Wähler besuchten auch die Hans-Prinzhorn-Realschule in Hemer, wo Schulleiterin Stephanie Meer-Walter, Konrektorin Klaudia Bachorz und Klassenlehrerin Ute Bause über die Probleme der Umsetzung der Inklusion berichteten. Es mangele an vielen Stellen, insbesondere bei der Lehrerausbildung. Hier bestehe dringender Handlungsbedarf. An dem Gespräch nahmen auch Christiane Hövener und Florian Lötters von der Pestalozzischule Hemer teil, die ihre Erfahrungen beisteuerten.

„Der Inklusionsgedanke ist zunächst einmal die zutiefst freiheitliche und humane Vorstellung von einer Teilhabegesellschaft. Für diese haben wir schon immer gearbeitet und gesellschaftlich viel erreicht. Für wirkliche Teilhabe benötigen viele Menschen mit Behinderung aber eine qualitätsvolle und intensive Förderung, die aktuell bedroht zu sein scheint“, bilanzierten Fraktionsvorsitzender Stephen Paul und LWL-Schulausschussvorsitzender Heinz Dingerdissen die Ergebnisse der Tagung. „Die Erfahrungen und Hinweise unserer Gesprächspartner von den jeweiligen Schulleitungen sind für unsere politische Arbeit sehr hilfreich. Einmal mehr wurde klar, wo dringender Handlungsbedarf besteht, damit gesellschaftliche Teilhabe auch gelingen kann.“

Abschließend besuchten die LWL-Politiker das Felsenmeer-Museum des Bürger- und Heimatsvereins Hemer und sprachen mit dem Vorsitzenden Holm Diekenbrock.



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