Bund fördert LWL-Bauvorhaben am Kaiser-Wilhelm-Denkmal

Die FDP-FW-Fraktion im LWL mit ihrem Vorsitzenden Stephen Paul (Mitte) hat sich frühzeitig für die Bauprojekte am Kaiser-Wilhelm-Denkmal stark gemacht.

Die FDP-FW-Fraktion im LWL mit ihrem Vorsitzenden Stephen Paul (Mitte) hat sich frühzeitig für die Bauprojekte am Kaiser-Wilhelm-Denkmal stark gemacht.

Porta Westfalica / Westfalen. Das Bundesbauministerium fördert die Sanierung des Kaiser-Wilhelm-Denkmals an der Porta Westfalica bei Minden und den Bau von Informationszentrum und Gastronomie mit 5,5 Millionen Euro. Das Denkmal und die gesamte Anlage befindet sich im Eigentum des kommunalen Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL).

Die Kommunalpolitiker in den Ausschüssen des LWL hatten sich sehr ausführlich mit dem Projekt beschäftigt und Ende Juni 2015 den Baubeschluss gefasst. Wegen schwieriger baulicher Befunde sind die Gesamtkosten mit 12,4 Millionen Euro kalkuliert. Noch in diesem Jahr soll mit den ersten Sanierungsmaßnahmen begonnen werden. Die Fertigstellung ist für 2018 geplant.

„Im Zuge der notwendigen Sanierung der Ringterrasse bestand jetzt die einmalige Chance, an dieser prominenten Stelle ein Informationszentrum und eine Gaststätte mit Panoramablick für die Besucherinnen und Besucher einzubauen“, stellt Stephen Paul, der Vorsitzende der FDP-FW-Fraktion im LWL, fest. „Unsere Fraktion hat sich – früher als andere – schon seit Jahren für das Vorhaben öffentlich ausgesprochen und sich in diversen Gremien und Einzelgesprächen mit anderen Meinungsbildnern beim LWL und vor Ort eingesetzt.“ Der FDP-FW-Fraktion sei wichtig, dass der LWL seinem gesetzlichen Auftrag zur regionalen Kulturpflege in Westfalen gerecht werde. Besonders an einem so markanten Ort wie der ´Westfälischen Pforte´.

Freie Demokraten und Freie Wähler gehen davon aus, dass das Wissen um die einstmalige Bedeutung des Denkmals und die Zeitumstände auch bei der einheimischen Bevölkerung im Laufe der Jahrzehnte nachgelassen hat. Eingewanderte aus anderen Ländern und Kulturkreisen hätten ohnehin meist kaum Bezug zur deutschen Geschichte. Daher sei besonders das Angebot eines Informationszentrums für Besucherinnen und Besucher so besonders wichtig.

Die künftigen Räume sollten nach Vorstellung der FDP-FW-Fraktion im LWL auch ein Ort sein, wo die heutigen Menschen über die Eigenschaft und Funktion von Denkmälern wie diesem kritisch reflektieren könnten. Fragen wie „Was bedeuten uns historische Denkmäler heute?“ oder „Wem würden wir heute ein solches Denkmal errichten?“ könnten dort gestellt werden. Auch der Wittekindsberg und die gesamte Porta Westfalica sollten ein Thema in der Ausstellung für die Besucherinnen und Besucher sein.“

Nach historischem Vorbild wird die Ringterrasse saniert. Die neue Gaststätte und das Besucher-Informationszentrum bieten eine herrliche Rundumsicht.

Nach historischem Vorbild wird die Ringterrasse saniert. Die neue Gaststätte und das Besucher-Informationszentrum bieten eine herrliche Rundumsicht.

Mit der Zusage der Bundesförderung sei jetzt klar, dass die geplante Maßnahme verwirklicht werden könne. Über die LWL-eigene Westfälisch-Lippische Vermögensverwaltungsgesellschaft (WLV) sei ein Weg gefunden worden, damit der vom LWL aufzubringende Eigenanteil nicht aus Umlagemitteln der Kommunen finanziert werden müsse, erläutert Stephen Paul weiter.

Der FDP-FW-Fraktionsvorsitzende hebt dankbar hervor, dass die Landesrätin Judith Pirscher in ihrer Eigenschaft als verantwortliche LWL-Baudezernentin wichtige Beiträge zum Zustandekommen des Baubeschlusses geleistet hat. Vor Ort hätten sich aus liberaler Sicht besonders der Landtagsabgeordnete Kai Abruszat, die Fraktionsvorsitzende im Rat der Stadt Porta Westfalica, Cornelia Müller-Dieker, und der Ortsvorsitzende Martin Bierwirth für die Sache hilfreich eingesetzt.

Stephen Paul dankt auch dem Aufsichtsratsvorsitzenden der WLV, Holm Sternbacher (SPD), und dem WLV-Geschäftsführer Bodo Strototte für ihr persönliches Engagement.

LWL-Direktor Matthias Löb freut sich ebenfalls über die Förderzusage des Bundes: „Wir haben intensiv an der Entwicklung des Bauprojektes gearbeitet, weil das Kaiser-Wilhelm-Denkmal eine herausragende Landmarke in Deutschland ist. Darin werden wir jetzt bestätigt.“ Mit der Förderung werde das Denkmal als national wertvolles Kulturgut anerkannt. Die Sanierung des Denkmals, der Bau des Informationszentrums und die barrierearme Ausgestaltung bedeute eine Aufwertung des Wittekindsberges, die sich auf die kulturelle und touristische Infrastruktur der gesamten Region positiv auswirken werde, so Löb weiter.

Auch der Bürgermeister der Stadt Porta Westfalica Bernd Hedtmann freut sich über das Signal aus Berlin: „Das Denkmal ist seit knapp 120 Jahren ungebrochen ein überregionaler Anziehungspunkt. Und der ‚Willem‘, wie er im Volksmund genannt wird, ist für uns Heimat. Die Bürgerschaft ist begeistert, dass unser Wahrzeichen nun noch mehr Aufmerksamkeit erfahren wird. Wir dürfen uns alle auf das 125-jährige Jubiläum freuen.“

„Das ist eine wunderbare Nachricht. Ich begrüße es sehr, dass der Bund Mittel zum Erhalt und Ausbau des Kaiser-Wilhelm-Denkmals bereitstellt und somit weitere Investitionen in die Kultur des Mühlenkreises fördert“, so der Bundestagsabgeordnete Steffen Kampeter aus dem Kreis Minden-Lübbecke. „Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal an der Porta ist das bedeutendste Wahrzeichen unserer Heimatregion und mit jährlich 200.000 Besuchern eines der beliebtesten und bekanntesten Ausflugsziele in ganz Deutschland. Dieses wollen wir erhalten und noch attraktiver machen – hierfür ist die Bundesförderung ein wichtiger Schritt“, so Kampeter, der sich in Berlin für die Bundesmittel eingesetzt hatte.



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