FDP-FW-Fraktion besucht Moritz-von-Büren Förderschule

von links: Gerhard Stauff, Christiane Meierotte, Heinz Dingerdissen, Reinhard Broich, Michael Arns, Stephen Paul MdL und Arne Hermann Stopsack

Der Arbeitskreis Jugend und Schule der FDP-FW-Fraktion im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) um seinen Leiter Reinhard Broich und den Fraktionsvorsitzenden Arne Hermann Stopsack besuchten gemeinsam mit dem Herforder Landtagsabgeordneten Stephen Paul zu einem Fachgespräch die Moritz-von-Büren Förderschule. Empfangen wurden sie dort vom kommissarischen Schulleiter Michael Arns und Christiane Meierotte von der zuständigen LWL-Schulverwaltung. Die FDP-FW-Fraktion hat sich zum Ziel gesetzt, den intensiven Austausch mit den Schulen zu pflegen und deshalb direkt vor Ort zu tagen, um sich so ein praktisches Bild von der Situation zu machen und Eindrücke über die Sitzungsvorlagen hinaus gewinnen zu können.

Die heutige LWL-Förderschule mit den Schwerpunkten Hören und Kommunikation wurde am 1. August 1830 durch Verfügung des Oberpräsidenten der Provinz Westfalen, Ludwig von Vincke, unter der Bezeichnung Provinzial-Taubstummenanstalt zu Büren gegründet und gehört damit zu den ältesten Schulen für Hörgeschädigte im deutschsprachigen Raum. Den aktuellen Schulnamen erhielt die einstige Provinzial-Taubstummenanstalt zu Büren im Jahre 2006 mit dem Bezug des Neubaus. Die FDP-FW-Politiker zeigten sich beeindruckt vom sehr guten Zustand der Schule, die einen einladenden und freundlichen Eindruck mache. Michael Arns hob hervor, wie gut dieser Standort für die Schule sei, so dass die Schule in den Sozialraum eingebunden sei und viele praktische Lerneinheiten ermögliche.

Aktuell werden an der Schule ca. 100 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Für die Schule stellte Michael Arns heraus, dass sich das Kollegium spezialisiert habe, damit die vier Bereiche Förderunterricht, Gemeinsames Lernen (Inklusion), Beratung und Frühförderung kompetent abgedeckt werden können. Ein besonderer Schwerpunkt ist heutzutage die Frühförderung, weil Einschränkungen auf Grund von Problemen im Bereich Hören und Informationsverarbeitung inzwischen viel früher und genauer diagnostiziert werden. Von den technischen Möglichkeiten der Diagnostik, Therapie und Kommunikationsunterstützung in Unterricht und Praxis konnten sich die Politiker während des Rundganges durch die Schule überzeugen.

Ein großes Thema war die Personalsituation. Die Regionalpolitiker mussten auch an dieser hören, dass es äußert schwierig sei, ausscheidende Kollegen adäquat zu ersetzen. Zum einen gibt es generell nicht genügend Sonderpädagogen, zum anderen zieht es die meisten eher in die Ballungsregionen und nicht in die ländlicheren Regionen, zu denen auch Büren gehört. Hier wünscht sich Michael Arns schon in der Ausbildung eine stärkere Berücksichtigung seiner Schule und hofft dann auf „Klebeeffekte“. Und selbst wenn man Pädagogen bekäme, wären es nicht immer die richtigen Spezialisierungen, so dass eine längere Einarbeitungs- und Fortbildungsphase von Nöten sei.

Abschließend betonten Arne Hermann Stopsack und Reinhard Broich, wie wichtig der FDP-FW-Fraktion die Förderschulen sind. „Die Förderschulen des LWL sind für viele Kinder mit erheblichen Einschränkungen der ideale Förderort. Hier sind die baulichen, technischen und pädagogischen Voraussetzungen gegeben, dass die Schülerinnen und Schüler optimal auf das weitere Leben vorbereitet werden. Ob ein Kind an eine Förder- oder Regelschule gehen soll, muss in jedem Einzelfall gemeinsam unter dem Gesichtspunkt des Kindeswohls entschieden werden. Wichtig ist dabei immer die Durchlässigkeit des Schulsystems.“ Ausdrücklich lobten sie die Arbeit der Schule in Büren und wünschten weiterhin viel Erfolg und schöne Sommerferien.

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) ist ein Kommunalverband. Insgesamt 17.000 Beschäftigte arbeiten unter seinem Dach für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 18 Museen und zwei Besucherzentren betreibt er und ist außerdem einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Der LWL erfüllt damit wichtige Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur. Diese Aufgaben werden westfalenweit wahrgenommen.



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