Im Schiffshebewerk Henrichenburg

Bildunterzeile von links: Dr: Cornelia Bockrath, Heinz Dingerdissen, Laura Steingrube, Alfred Edelhoff, Joachim Hasselmann, Gerhard Stauff, Kai Abruszat, Arne Hermann Stopsack und Dr. Arnulf Siebeneicker

Die Mitglieder des FDP-FW-Fraktionsarbeitskreises Bauen und Umwelt beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) um ihren Arbeitskreisleiter Alfred Edelhoff und den Fraktionsvorsitzenden Arne Hermann Stopsack erleben den Schleusenpark Waltrop jetzt auf eine besondere Art, nämlich auf dem Wasser.

 

Gemeinsam mit dem Museumsdirektor des LWL-Industriemuseums Schiffshebewerk Henrichenburg, Dr. Arnulf Siebeneicker, der zuständigen Referatsleiterin der Kulturabteilung Dr. Cornelia Bockrath und Laura Steingrube vom LWL-Bau- und Liegenschaftsbetrieb fuhren sie auf einem Binnenschiff aus den 50er Jahren durch den Museumshafen am „Oberwasser“ und den Kanal Richtung Dortmunder Hafen.

1899 wurde das Schiffshebewerk gebaut und galt damals als technische und architektonische Meisterleistung; erst im Jahr 1970 wurde das Alte Hebewerk stillgelegt. Damit wurde der Kanalabschnitt bis zu Schachtschleuse funktionslos. Er wurde abgedämmt und trockengelegt. Mit seiner Reaktivierung durch und feierlichen Eröffnung des „Oberwassers“ im Jahr 1999 durch das LWL-Industriemuseum wurde dieser Kanalabschnitt wieder ans Netz genommen und mit Wasser gefüllt und ist seither der „Heimathafen“ der museumseigenen Sammlung von Schiffen und schwimmendem Gerät. Mit ca. 20 historischen Binnenschiffen ist das Museum eines der größten dieser Art in Europa.

Im anschließenden Gespräch erfuhren die Politiker von den Überlegungen und Planungen seitens der LWL-Kulturabteilung und des Museumsleiters, die Eingangssituation des Museums zu verbessern und den Haupteingang vom Unterwasser zum Oberwasser zu verlegen. Momentan führe der Bereich des Oberwassers nämlich ein wenig ein Schattendasein, da viele Besucher gar nicht bis dorthin gelangen, sondern sich auf den Bereich des Unterwassers konzentrieren. Mit einer Verlegung des Eingangsbereichs würden wir die Gesamtheit unserer Museumsanlage besser darstellen können“, so Dr. Arnulf Siebeneicker. Das örtliche Wasser- und Schifffahrtsamt wäre dabei „mit im Boot“, die an dem geplanten Areal auch für eigene Belange Sanierungsarbeiten vornehmen müssten. Das Vorhaben könnte im Zusammenhang mit der IGA (Internationale Gartenausstellung) Metropole Ruhr 2027 realisiert werden, die ein Besuchermagnet werden wird. Davon könnte auch das Schiffshebewerk Waltrop profitieren.

Natürlich wäre es dabei wünschenswert, dass der Schleusenpark Waltrop „UNESCO Welterbe“ wird.

Ein weiteres Thema waren die laufenden Instandhaltungs- und Unterhaltungsleistungen, die bei einem solchen Spezialbauwerk oft eine Herausforderung für die LWL-Bauverwaltung sind, jedoch in den vergangenen Jahren kontinuierlich erfolgt sind. Im weiteren Gespräch erfuhren die Politiker auch vom großen Engagement des Fördervereins „Freunde und Förderer des Schiffshebewerks und Schleusenparks Waltrop e. V.“

Die Regionalpolitiker zeigten sich beeindruckt vom Einsatz der Mitarbeiter vor Ort und den vielfältigen Angeboten, von denen insbesondere der Wasserspielplatz sich zu einem Magnet für Familien entwickelt hat. Auch zahlreiche Sonderausstellungen und Veranstaltungen, wie die große Grillmeisterschaft runden das Programm ab und rücken dieses LWL-Museum immer wieder in den Mittelpunkt. „Das ist ein echtes Highlight für die Region und weit mehr als ein verstaubtes Technikmuseum. Und noch längst ist das Potential nicht ausgeschöpft“, so Alfred Edelhoff sowie Arne Hermann Stopsack übereinstimmend für die LWL-Politiker.

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 17.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.



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