Baubeschluss für „Wegebahn“ und neues Eingangsgebäude im LWL-Freilichtmuseum Hagen

Foto: LWL

Nach dem Kulturausschuss sowie dem Umwelt- und Bauausschuss des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) hat am 23.11. der Landschaftsausschuss grünes Licht für die geplante „Wegebahn“ und das neue Eingangsgebäude im LWL-Freilichtmuseum Hagen gegeben. Im Frühsommer 2020 soll mit dem Bau des 4,75 Millionen Euro teuren Projekt begonnen werden, wobei 13 Monate für die Bauzeit veranschlagt werden. Für die FDP-FW-Fraktion stimmten Kai Abruszat im Kulturausschuss, Guido Schneider im Umwelt- und Bauausschuss sowie Arne Hermann Stopsack im Landschaftsausschuss dem Vorhaben zu, über das seit vielen Jahren schon gesprochen wird.

Mit der „Wegebahn“, die aus einer Zugmaschine mit Anhängern besteht, will der LWL den Besuchern in seinem 42 Hektar großen Freilichtmuseum in Hagen die langen Wege erleichtern. Damit die Besucher die Elektrobahn direkt ab dem Parkplatz nutzen können, soll das Eingangsgebäude mit Ticketverkauf, Shop und Toilettenanlagen hierhin verlegt werden. Das eingeschossige Gebäude soll direkt am Mäckingerbach entstehen. So können die Besucherinnen den Bach, der ein wiederkehrendes Element des Museums ist, schon hier erleben. Hier soll es dann auch Schließfächer sowohl für Bollerwagen wie auch für Fahrrad- und Motorradhelme geben.

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„Vom Parkplatz bis zum Handwerkerdorf im oberen Museumsbereich müssen die Besucher 2,5 Kilometer zu Fuß zurücklegen. Dabei müssen sie 80 Höhenmeter mit Steigungen von bis zu 15 Prozent überwinden. Das wollen wir vor allem Menschen mit Behinderung, älteren Museumsbesucherinnen und Familien mit Kinder- oder Bollerwagen nicht zumuten“, so LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger. Künftig können die Besucher am Parkplatz in die Bahn einsteigen, die sie bis zur Bäckerei im oberen Museumsbereich bringt. Insgesamt sind fünf Haltestellen vorgesehen, zum Beispiel an der Gastronomie „Museumsterrassen“. Einer der Anhänger soll so umgebaut werden, dass Rollstühle, Rollatoren und Kinderwagen leicht transportiert werden können.

Der Vorschlag sieht vor, dass eine Elektro-Zugmaschine mit drei geschlossenen Anhängern, die Platz für rund 60 Personen und mindestens zwei Rollstühle bieten, weitgehend auf dem bestehenden Wirtschaftsweg fährt. „Die Trennung von den Besucherwegen ist am sichersten, außerdem bringt diese Trassenführung die geringsten Eingriffe in die Landschaft mit sich, gleichzeitig tun wir aber viel für mehr Barrierefreiheit“, erklärte Rüschoff-Parzinger. „Da wir für das neue Bahnbetriebsgebäude eine Photovoltaikanlage geplant haben, können wir einen großen Teil des Stroms, den die Wegebahn benötigt, umweltfreundlich selbst produzieren.“

Der LWL wird Fördermittel beim NRW-Wirtschaftsministerium beantragen. Im kommenden Jahr wird der LWL dann die Maßnahme im Detail planen, den Bauantrag stellen, die Arbeiten ausschreiben und vergeben. Die Bauarbeiten, die rund 13 Monate dauern werden, sollen im Frühsommer 2020 beginnen.



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