Victor Herzog von Ratibor und Fürst von Corvey lobt den LWL

Bildunterzeile von links: Alfred Edelhoff, Reinhard Broich, Viktor Herzog von Ratibor und Fürst von Corvey, Arne Hermann Stopsack, Dr. Thomas Reinbold, LWL-Landesrätin Judith Pirscher, Joachim Hasselmann, Gerhard Stauff, Robert M. Prell und Heinz Dingerdissen

Mitglieder der FDP-FW-Fraktion im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) um den Fraktionsvorsitzenden Arne Hermann Stopsack und den stellvertretenden Arbeitskreisleiter Kultur, Heinz Dingerdissen, besuchten jetzt die UNESCO-Weltkulturerbestätte Corvey. Begleitet wurden sie dabei von Robert M. Prell, Vorsitzender der FDP-Kreistagsfraktion Höxter.

Viktor Herzog von Ratibor und Fürst von Corvey begrüßte die Regionalpolitiker herzlich. Er erläuterte ausführlich die kulturhistorische Bedeutung der Anlage, die besonders auf dem romanischen Westwerk aus dem 9. Jahrhundert beruht, sich aber auch auf das gesamte Ensemble mit barocker Kirche, Schloss und Wirtschaftsgebäuden erstreckt. Ein besonderes Augenmerk richtete er dabei auf die archäologischen Befunde und Grabungen, bei denen der LWL federführend tätig war.

Im Juni 2014 wurde das Kloster Corvey im westfälischen Höxter nach 15jähriger Vorbereitung durch die UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt. Das karolingische Westwerk und die Civitas Corvey ist damit bis heute die erste westfälische Welterbestätte. Der LWL beteiligte sich seinerzeit mit wissenschaftlicher Unterstützung des LWL-Amtes für Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen sowie der LWL-Archäologie für Westfalen an diesem aufwendigen Prozess. Dies trug maßgeblich mit zum Erfolg bei. Dabei lobte Herzog von Ratibor und Fürst von Corvey die gute Zusammenarbeit mit dem LWL, die bis heute besteht. Natürlich tauschte man sich auch über Fragen des Denkmalschutzes aus, bei dem der LWL fachlich zuständig ist.

Im weiteren Gespräch ging der Herzog von Ratibor und Fürst von Corvey auf die Planungen der Landesgartenschau ein, die im Jahr 2023 in Höxter stattfinden soll. Hier wird in Corvey u. a. auf einem großen Areal ein Klostergarten entstehen. Wichtig ist ihm, dass diese Gartenschau einen nachhaltigen Effekt hat, der die Region voranbringt.

Anschließend tauschte man sich über die Herausforderungen für kulturelle Einrichtungen in der Region aus. Auch der LWL betreibt in OWL zahlreiche Museen, so z. B. das Kloster Dalheim oder die Glashütte Gernheim. Wichtig wird es in Zukunft sein, die verschiedenen Angebote noch besser miteinander zu vernetzen und in ein Marketingkonzept der Region einzubinden. Als großer Nachteil stellt sich allerdings die Erreichbarkeit dar, weil es z. B. in Corvey keine schnelle Autobahnanbindung gibt und die Entfernung zu den Metropolen doch recht groß ist.

Nach einer ausführlichen Führung durch Kirche und Schloss bedankte sich Fraktionsvorsitzender Arne Hermann Stopsack bei Victor Herzog von Ratibor und Fürst von Corvey für den freundlichen Empfang. „Wir sind beeindruckt von der weitläufigen Schlossanlage am Weserbogen. Die barocke Abteikirche, der Kreuzgang des Klosters, der prächtige Kaisersaal sowie die fürstliche Bibliothek, in der einst August Hoffmann von Fallersleben wirkte, sind historische Zeugnisse von hoher Bedeutung und unbedingt einen Besuch wert“, resümierte Arne Hermann Stopsack. „Gerne nehmen wir aber auch das Lob über die gute Zusammenarbeit mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe, hier insbesondere mit dem LWL-Amt für Denkmalpflege, mit nach Münster.“



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