Sommertour der FDP-FW-Fraktion im LWL in Dortmund

Bildunterzeile von links in der Wilfried-Rasch-MRV-Klinik: LWL-Landesrätin Judith Pirscher, Arne Hermann Stopsack, Alexander Arens, Susanne Schneider MdL, Gisa Lieweris-Amsbeck, Dr. Thomas Reinbold, der stellv. Therapeutische Direktor und leitender Arzt Klaus Böing, Gerhard Stauff, Heinz Dingerdissen, die stellvertretende kaufmännische Direktorin Ute Wendt und der Pflegedirektor Ulrich Liebner

Die Gesundheitspolitiker der FDP-FW-Fraktion im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) um ihren Arbeitskreisleiter Dr. Thomas Reinbold (Dortmund) und den Fraktionsvorsitzenden Arne Hermann Stopsack (Hemer) waren im Rahmen ihrer Sommertour unterwegs in Dortmund. Der erste Termin führte sie in die Wilfried-Rasch Klinik (LWL-Klinik für Forensische Psychiatrie). Begleitet wurden sie dabei von der gesundheitspolitischen Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion NRW Susanne Schneider.

Im Gespräch mit der therapeutischen Direktorin Gisa Lieweris-Amsbeck, Pflegedirektor Ulrich Liebner und der stellvertretenden kaufmännische Direktorin Ute Wendt wurden den Politikern erläutert, dass die Wilfried-Rasch-Klinik für 62 schuldunfähige und vermindert schuldfähige Straftäter den gesetzlichen Auftrag zur Behandlung und Sicherung ihrer psychisch kranken Patienten hat. Ziel ist, die Patienten unter gesicherten Bedingungen so weit zu therapieren, dass sie nach einer möglichen Entlassung ein weitgehend eigenständiges Leben führen können und keine Gefährdung mehr für die Gesellschaft darstellen. Bevor die Forensische Psychiatrie in Dortmund allerdings einen Patienten entlässt, muss dieser sich in Lockerungsstufen bewähren. In diesen Phasen steigt die Führungsaufsicht des Landgerichts ein. „Das Team der Wilfried-Rasch-Klinik in Dortmund leistet einen wichtigen Dienst an der Gesellschaft, indem man vor gefährlichen Tätern schützt. Die Sicherheit der Bevölkerung muss immer im Vordergrund stehen“, erklärten Dr. Thomas Reinbold und Arne Hermann Stopsack. „Wichtig ist es aber auch, diesen Straftätern mit oft extrem schwierigen Biografien und psychischen Krankheiten durch Therapie zu einer Art zweitem Leben zu verhelfen, um sie wieder in die Gesellschaft zu integrieren.“

Bildunterzeile von links in der LWL-Klinik Dortmund Phönix-Haus Station P2: LWL-Landesrätin Judith Pirscher, Uwe Johannson, Dr. Thomas Reinbold, Alexander Arens, Gerhard Stauff, Susanne Schneider MdL und Arne Hermann Stopsack

Als zweite Station besuchten die Politiker die Abteilung Gerontopsychiatrie der LWL-Klinik Dortmund. Im Fachgespräch mit Chefarzt Uwe Johansson erfuhren sie mehr über die Aufgaben der Station P2 im Phönix-Haus, eine gerontopsychiatrische Aufnahmestation, auf der grundsätzlich alle psychiatrischen Krankheitsbilder behandelt werden. Der hohe Anteil (hochbetagter) multimorbider Patientinnen und Patienten erfordert häufig auch die Mitbehandlung somatischer Begleiterkrankungen. Die Station ist nach modernsten psychiatrischen Erkenntnissen gestaltet. Sie versorgt ihre Patientinnen und Patienten mit 2 x 24 Betten. Es stehen Ein- Zwei und ein Dreibettzimmer zur Verfügung.  Alle Patientenzimmer und die Aufenthaltsräume sind hell und freundlich gestaltet.

Uwe Johansson ging näher auf die individuellen Behandlungskonzepte für jeden einzelnen Patienten ein. Ziel ist die Beseitigung der akuten psychiatrischen Krankheitssymptome und Aktivierung erhaltener lebenspraktischer Fähigkeiten, so dass entweder eine Entlassung möglichst in die vorbestehenden Lebensverhältnisse oder aber auch zunächst eine tagesklinische Weiterbehandlung möglich wird. Das professionelle Behandlungsteam schafft ein möglichst konstantes, stabiles, beruhigendes Stationsmilieu mit fester Tagesstruktur. Das sind wichtige Kernpunkte für die individuell zu planenden Entlassungsvorbereitungen. Landtagsabgeordnete Susanne Schneider zeigte besonderes Interesse an den Hilfsmitteln, mit denen Verletzungen und Angstzustände von Patienten verhindert werden sollen. „Gerade in einer alternden Gesellschaft muss man auch die psychiatrische Versorgung von Menschen in höherem Alter mehr in den Blick nehmen, da sich nämlich Krankheitsbilder und Therapien von denen bei Menschen in mittlerem Alter zum Teil erheblich unterscheiden. Gut, dass der LWL mit seinen Kliniken sich dieser Aufgabe annimmt“, so Dr. Thomas Reinbold, Arne Hermann Stopsack und Susanne Schneider.



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