Staatssekretär Mathias Richter zum Gedankenaustausch bei der FDP-FW-Fraktion im LWL

Bildunterzeile von links: Gerhard Stauff, Arne Hermann Stopsack, Philip Schmidtke-Mönkediek, Staatssekretär Mathias Richter, Kai Abruszat, Marion Lendermann, LWL-Landesrätin Judith Pirscher, Heinz Dingerdissen, Stephen Paul MdL und Reinhard Broich

Zu einem ausführlichen Gedanken- und Informationsaustausch besuchte Mathias Richter (Staatssekretär im Ministerium für Schule und Bildung NRW) die FDP-FW-Fraktion im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL). Im Landeshaus in Münster traf er die Mitglieder des Fraktionsvorstandes um den Fraktionsvorsitzenden Arne Hermann Stopsack und des Fraktionsarbeitsleiter Reinhard Broich. Ebenfalls nahmen der Landtagsabgeordnete Stephen Paul und die LWL-Baudezernentin Judith Pirscher an dem Gespräch teil.

In dem gut zweistündigen Fachgespräch stellte Staatssekretär Richter zuerst die schulpolitischen Leitlinien, Beschlüsse und Planungen der CDU/FDP-Landesregierung NRW dar. Deutlich wurde dabei, dass im Ministerium von Yvonne Gebauer (FDP) eine Vielzahl von ungelösten Problemen vorgefunden wurde, die die bis 2017 rot-grüne Koalition hinterlassen hat.

Zentrales Thema war die schulische Inklusion. Mathias Richter machte deutlich, dass die Landesregierung in diesem Bereich die Qualität in den Mittelpunkt stellt und dabei den besonderen Beitrag der Förderschulen anerkennt. In NRW sei die Schließung von Förderschulen zum Stillstand gekommen.

Ein besonders drängendes Problem ist der Lehrermangel in NRW, weil über viele Jahre hinweg keine sinnvolle Bedarfsplanung erstellt worden ist. Hier steuert die neue Landesregierung mit vielen Einzelmaßnahmen – zum Beispiel mit mehr Studienplätzen – gegen. Dennoch wird es Jahre dauern, bis die Versorgung mit Lehrerinnen und Lehrern in den unterschiedlichen Schulformen und Fächerkombinationen wieder auskömmlich ist. Ein besonderes Anliegen der FDP-FW-Politiker aus dem LWL besteht natürlich darin, eine ausreichende Anzahl fachspezifisch ausgebildeter Förderschullehrerinnen und Förderschullehrer für die eigenen Förderschulen zur Verfügung zu haben.

Ein wichtiges Thema des Gespräches war auch die Digitalisierung. Dabei geht es zum einen um die technische Ausstattung (Digitalpakt Gute Schule 2020) und Anbindung der Schulen, zum anderen aber auch um die pädagogischen Konzepte, wie mit neuen Medien unterrichtet werden soll. Ein Feld, das hierbei verstärkt in den Blick genommen werden muss, ist die Fortbildung des Lehrpersonals.

Nach der Erörterung weiterer schulpolitischer Themen bedankte sich Fraktionsvorsitzender Arne Hermann Stopsack ganz herzlich für den sehr informativen Nachmittag und dem generell guten Informationsfluss zwischen dem Schulministerium und dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Staatssekretär Mathias Richter regte an, diesen Dialog fortzusetzen; das nächste Treffen wird im kommenden Jahr im Schulministerium stattfinden.



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