„Einzigartiger Ort der Wissenschaft“ entsteht am LWL-Museum für Naturkunde – LWL stimmt Baubeschluss für „Forum für Naturwissenschaften“ zu

Foto: Kresings Architektur Düsseldorf GmbH

Das LWL-Museum für Naturkunde in Münster soll zum regionalen Kompetenzzentrum und „Forum für Naturwissenschaften“ weiterentwickelt werden. Das haben die Mitglieder des LWL-Kulturausschusses am Mittwoch in Münster mit breiter Mehrheit befürwortet.

Auf dem Museumsvorplatz soll dafür ein neues Tagungsgebäude entstehen. Auch das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) selbst soll umgebaut und saniert werden. Endgültig werden die LWL-Abgeordneten am 1. Oktober im Landschaftsausschuss über den Baubeschluss mit einem Volumen von 15,9 Millionen Euro entscheiden.

Die FDP-FW-Fraktion begrüßt diese Investition ausdrücklich. „Gerade in der heutigen Zeit ist eine gute naturwissenschaftliche Bildung wichtig“, so Alexander Arens als kulturpolitischer Sprecher. „Wenn wir die Natur und das Klima besser schützen wollen, müssen wir zuerst das Verständnis dafür wecken und fördern. Unser Museum ist der ideale Ort dafür und wird jetzt baulich noch besser und zeitgemäßer.“

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Der Ausstellungsbereich des Museums und das Planetarium sollen um einen neuen Tagungsbereich, den sogenannten „Forum für Naturwissenschaften“, ergänzt werden. Bisher fehlte im Museum ein solcher Ort der Begegnung für den Austausch zwischen privaten und beruflichen Fachleuten. Bis zu 300 Personen sollen in dem Tagungsaal einmal Platz haben. Der Baustart ist für Ende 2022 geplant.

„Auch im Bestand des Museumsgebäudes wird es eine Reihe von Anpassungen geben. Die Labore und Werkstätten müssen an die aktuellen und künftigen Herausforderungen angepasst werden. Außerdem benötigen wir dringend zusätzliche Büroflächen“, so Museumsdirektor Dr. Jan Ole Kriegs. Die Museumspädagogik und der Shop erhalten neue Räumlichkeiten. Außerdem sollen die Werkstätten modernisiert werden.

Der damalige Neubau war 1982 bezogen worden, daher seien umfangreiche Instandhaltungsmaßnahmen am Gebäude notwendig, heißt es in der Vorlage des Baubeschlusses. Dabei werde grundsätzlich auf den Verbau von ressourcenschonenden, nachhaltigen und einfach rückbau- und recyclingfähigen Baumaterialien geachtet.

Insgesamt sollen sich die Kosten auf 15,9 Millionen Euro belaufen. Bei der Genehmigung des ersten Museumsentwicklungsplans im Jahr 2018 waren die Kosten auf rund sieben Millionen Euro geschätzt worden. Im Zuge der Planungsarbeiten zeigte sich aber, dass der Sanierungsstau am Gebäude erheblich größer ist als ursprünglich angenommen. So geht ein Großteil der Kostensteigerung (6,9 Millionen Euro) auf teure Instandhaltungsmaßnahmen zurück.



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