Der LWL investiert 31,5 Millionen Euro am Klinikstandort Lengerich

LWL-Klinikstandort Lengerich Foto 01: LWL/agn

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) investiert am Klinikstandort Lengerich bis 2024 in Neubauten 31,5 Millionen Euro, vorwiegend Eigenmittel der Klinik. Mitte März haben LWL-Direktor Matthias Löb, Politiker und Politikerinnen der Landschaftsversammlung, LWL-Krankenhausdezernent Prof. Dr. Meinolf Noeker und die Betriebsleitung der LWL-Klinik Lengerich in Anwesenheit des Baudezernenten Urs Frigger den Grundstein für einen ersten Bauabschnitt gelegt. Traditionell wurde dazu eine Edelstahlrolle mit einer Tageszeitung, Münzgeld und Bauplänen eingemauert.

Foto 02: LWL/Westerkamp

LWL-Direktor Löb: „Mit diesem Bauabschnitt werden die Weichen gestellt zur baulichen Modernisierung und Zukunftssicherung dieses geschichtsträchtigen, fast 160 Jahre alten LWL-Klinikstandortes. Damit unterstreicht der LWL zugleich, wie wichtig ihm eine moderne psychiatrische Versorgung der Bürgerinnen und Bürger im Kreis Steinfurt ist.“ Der LWL-PsychiatrieVerbund habe ein ehrgeiziges Bauprogramm zur bedarfsgerechten Modernisierung seiner Kliniken, Wohnverbünde und Pflegezentren aufgelegt. Neue Bauformen und das bestehende, denkmalgeschützte Gebäudeensemble würden für die Patientinnen und Patienten in Lengerich eine geordnete und übersichtliche Orientierung mit einem erhöhten Wiedererkennungswert entstehen lassen. Mit dem Neubau werden die Zeiten dezentraler Strukturen mit langen Wegen in der LWL-Klinik Lengerich enden, die Behandlungsschwerpunkte mit psychiatrischer, psychotherapeutischer und psychosomatischer Orientierung werden räumlich konzentriert. Außerdem werden 23 Tagesklinikplätze auf den Stationen eingerichtet. Im Neubau werden zudem das Fortbildungszentrum und ein öffentlich zugängliches Café mit Blick auf den Innenhof angesiedelt. Der vorhandene, denkmalgeschützte Innenhof bleibt in seiner Struktur erhalten und wird durch die Neubaumaßnahmen aufgewertet. Von Patientinnen, Besuchern und Mitarbeitenden kann der Innenhof jederzeit genutzt werden.

Der LWL-Direktor weiter: „Diese enormen Investitionen können wir stemmen, weil die Klinik in der Vergangenheit gut gewirtschaftet hat. Mit dem neuen Entgeltsystem in der Psychiatrie wird so etwas künftig nicht mehr möglich sein. Ich appelliere daher dringend an das Land NRW endlich die Krankenhausfördermittel deutlich aufzustocken. Sonst hängt die Finanzierung der weiteren Bauabschnitte in Lengerich in der Luft.“

Nördlich des historischen Innenhofs der LWL-Klinik Lengerich werden in Richtung Teutoburger Wald zwei U-förmige Gebäudekomplexe für 120 Betten neu gebaut. Hier werden ambulante, teilstationäre und stationäre Behandlungsangebote sowie Aufnahmeprozesse und Therapieangebote zentralisiert. „Wir entwickeln unseren Klinikstandort Lengerich für die Zukunft weiter, indem wir moderne Bedingungen für die zukünftigen Behandlungsanforderungen schaffen. Das wird eine bedeutende Verbesserung für unsere Patientinnen und Patienten sowie für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sein“, so Dr. Christos Chrysanthou, Ärztlicher Direktor der LWL-Klinik.

Foto 03: LWL

Die neu gestalteten und gut erreichbaren Parkplatzflächen in unmittelbarer Nähe zum Neubau und Denkmalschutzbereich tragen zu einer Verbesserung der bestehenden Situation bei. Sämtliche Gebäude und Therapieangebote können vom zentralen Parkplatz barrierefrei und rollstuhlgerecht erreicht werden. Gesicherte Fahrradstellplätze sollen den Umstieg auf umweltfreundliche Mobilität u.a. durch E-Bikes fördern.

Für die FDP-FW-Fraktion im LWL betonen Prof. Dr. Thomas Reinbold und Arne Hermann Stopsack als Mitglieder im Gesundheits- und Krankenhausausschuss: „Diese Investition zeigt, dass der PsychiatrieVerbund grundsolide aufgestellt ist und die baulichen sowie therapeutischen Herausforderungen der nächsten Jahre meistern kann.

Hervorzuheben ist bei diesem Projekt auch der moderne nachhaltige Baustandard, der gem. den neuen Gebäudeleitlinien des LWL umgesetzt wird. Konkret wird hier nach Standard KfW 55 gebaut; ebenso wird eine Photovoltaikanlage-Anlage realisiert. Ferner soll nachhaltigen Baustoffen hohe Priorität eingeräumt werden.“

 



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