Kulturpolitiker der FDP-FW-Fraktion im LWL besuchen Glashütte Gernheim

v. l. n. r. Eckard Gläsker, Dr. Katrin Holthaus, Marion Lendermann, Alexander Arens, Arne Hermann Stopsack

Die Industriemuseen des LWL befinden sich im Umbruch. Das spiegelt sich auch an den eher kleineren Standorten wider, so auch in der Glashütte Gernheim. Museumsleiterin Dr. Katrin Holthaus konnte unlängst Kulturpolitiker der FDP-FW-Fraktion in der Landschaftsversammlung des LWL um den kulturpolitischen Sprecher Alexander Arens (Geseke) sowie den Fraktionsvorsitzenden Arne Hermann Stopsack durch die Museumsanlage in Petershagen führen.

 

In dem Industriemuseum wird ein breites Spektrum an Themen behandelt, angefangen von der Geschichte der Glasverarbeitung, den Lebensbedingungen der Arbeiter sowie der Fabrikanten über die Produktion bis hin zu Verpackung und Versand der zerbrechlichen Ware. Der imposante Kegelturm ist das Wahrzeichen der Glashütte Gernheim in Petershagen. Dieser ist 200 Jahre alt und eins der letzten Gebäude seiner Art in Europa. Dort kann man täglich „live“ erleben, wie die Glasmacher mit Pfeife, Holzform und Schere aus der glühenden Masse Gefäße herste

llen. Auch die Regionalpolitiker schauten sich an, wie der Glasmacher einen blauen Vogel aus Glas fertigte. Gleichzeitig kann man im Museum aber auch an zahlreichen Stellen sehen, welche Kunstwerke aus Glas hergestellt wurden und aktuell noch werden. Das Museum ist in der Szene der Glaskunst weitreichend bekannt. Personell soll die Glashütte nun neu strukturiert werden, da das Glasmachen als immaterielles Kulturerbe stärker in den Fokus gerückt werden soll. „Wir müssen auch diesen Aspekt, dass hier ein altes Handwerk bewahrt wird und Kunst entsteht, deutlicher im Profil und Außenauftritt des Museums festhalten“, so Stopsack und Arens als ein Fazit.

 

Für die Besucher soll das Museum demnächst durch ein neues Eingangsgebäude attraktiver werden. Zurzeit wird über die konkrete Ausgestaltung der Architektur beraten. Ein früher, u. a. von der FDP-FW unterbreiteter Vorschlag, den Wesertourismus z. B. durch einen Bootsanleger für die Weiße Flotte und Radfahrer stärker anzubinden, wird aktuell wegen der hohen Investitionsbeträge nicht weiter verfolgt. Die FDP-FW-Regionalpolitiker fassten abschließend zusammen: „Das Museum ist unbedingt einen Besuch wert. Gerade in der Sommerzeit es ein Ziel für die ganze Familie, auch wenn es ein wenig abseits der Zentren von Westfalen-Lippe liegt.“

 

 

 

 

 

 

 

 



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