FDP-FW-Fraktion besucht das LWL-Archäologiemuseum in Herne

v.Li.: Karl-Heinz Dingerdissen, Gerhard Stauff, Dr. Cornelia Bauer, Alexander Arens, Urs Frigger, Arne Hermann Stopsack, Alfred Edelhoff, Dr. Doreen Mölders, Prof. Dr. Thomas Reinbold, Dagmar Brockmann, Birgitt Vomhof, Maximilian Kemler, Reinhard Broich

Als Teil der Sommertour stattete die FDP-FW-Fraktion im Landschaftsverband Westfalen-Lippe dem LWL-Archäologiemuseum in Herne einen Besuch ab. Begleitet wurde die Visite vom Fraktionsvorsitzenden Arne Hermann Stopsack, seinem Ersten Stellvertreter Thomas Reinbold und dem LWL-Baudezernenten Urs Frigger.

Nach einer kurzen Begrüßung von Museumsleiterin Dr. Doreen Mölders, seit 2019 im Amt, und Dr. Cornelia Bauer, Abteilungsleiterin im LWL-Kulturdezernat, stellte Frau Dr. Mölders das Museum vor und berichtete von aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen. Das Museum ist 2003 eröffnet worden und begrüßt in einem „normalen“ Jahr durchschnittlich 80.000 Besucher. Beherbergt werden Exponate aus der Region von der Steinzeit, über die Antike bis hin zur Gegenwart sowie bis zum 25.09. die populäre Sonderausstellung „Stonehenge in Herne“.

Anknüpfend folgte ein reger Austausch über die vergangenen Jahre und die bevorstehenden Herausforderungen. Das Museum war schon vor der Corona-Pandemie digital breit aufgestellt, wodurch die schon vorhandene virtuelle Führung in den Vordergrund rückte. Frau Dr. Bauer freute sich über frischen Wind, den Frau Dr. Mölders in das Museum bringt, denn nicht nur die Einbindung aller Akteure in die Entscheidungsfindung, sondern auch Publikumsorientierung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit werden von ihr aktiv vorangetrieben. Weiterhin wurde hervorgehoben, dass es eine gute Einbindung in die Stadt-Gesellschaft Hernes gibt. So nimmt das Museum z. B. am Umzug der Cranger Kirmes teil und belegte hierbei zuletzt den zweiten Platz.

Museumseigene Statistiken belegen, dass rund 80 Prozent der Besucher und Besucherinnen aus Herne und der Region kommen. Hier sieht man noch Potential, mehr Besucher aus von weiter her anzusprechen.

Die Anwesenden waren sich einig, dass die bevorstehenden Monate mit steigenden Energie- und Gaspreisen Einschränkungen mit sich bringen werden. Eine Senkung der Temperatur in der Ausstellung ist jedoch nicht unproblematisch, da viele der Exponate sehr empfindlich sind und unbedingt klimatisiert gelagert werden müssen.

Bei dem anschließenden Rundgang durch die Dauerausstellung konnten die Teilnehmer die Geschichte der Menschheit, immer mit Bezug zum Gebiet Westfalen-Lippe, eindrucksvoll nachempfinden. Hierbei kommen auch moderne Präsentationstechniken zum Einsatz, so z. B.  Augmented Reality (AR). Dabei wird das Bild, das eine Tabletkamera aufnimmt, durch virtuelle Elemente ergänzt, wie etwa einen steinzeitlichen Jäger. So taucht man wortwörtlich in die Vergangenheit ein. Neben sehr alten Exponaten finden sich aber auch Stücke aus der Gegenwart, wie zum Beispiel Fundstücke aus einem Konzentrationslager des 20. Jahrhundert.

Zusätzlich zur Dauerausstellung ist aktuell die Sond    erausstellung mit dem Titel „Stonehenge in Herne“ im Museum beheimatet. In dieser werden Erkenntnisse rund um den berühmten Steinkreis ausgestellt. Highlight sind die Replikate der gigantischen Steine.

„Dieses Museum schafft es auf besondere Art und Weise, Archäologie modern zu präsentieren und zu erklären, was besonders für junges Publikum wichtig ist“, stellte Arne Hermann Stopsack unter Zustimmung der Anwesenden als Fazit fest.



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