„Mathemagisch“ im LWL-Freilichtmuseum Hagen

v.l.n.r.: Dennis Rehbein, Eva Irrgang, Dr. Anke Hufschmidt, Arne Hermann Stopsack, Susann Purucker

Am vergangenen Sonntag wurde im LWL-Freilichtmuseum Hagen die Ausstellung „Mathemagisch“ eröffnet: Mathematik zum Anfassen, Staunen und Mitmachen.

 

Gemeinsam Mathematikum Gießen e. V. mit dem entführt das LWL-Freilichtmuseum Hagen seine Besucherinnen und Besucher in dieser Saison in die faszinierende Welt der Mathematik. Ob beim Bau einer Brücke ganz ohne Schrauben und Nägel oder beim Blick aus einer riesigen Seifenblase – die Ausstellung „Mathemagisch. Wilde Zahlen, verrückte Formen“ begeistert Kinder und Erwachsene und macht selbst Mathematikmuffel zu echten Fans. Neben 31 interaktiven Stationen im Ausstellungsgebäude zeigen acht Stationen im Museumsgelände, dass Mathematik nicht nur aus Zahlen und Formeln besteht, sondern uns alltäglich begegnet.

Die Ausstellung im Freilichtmuseum basiert auf der Wanderausstellung des Mathematikums Gießen e. V. „Mathe zum Anfassen“ und wurde für das LWL-Freilichtmuseum Hagen überarbeitet und erweitert. Das Mathematikum ist das erste mathematische Mitmachmuseum der Welt und international für sein innovatives Konzept anerkannt. Jährlich besuchen gut 120.000 Menschen das Mathematikum.

 

Zur offiziellen Eröffnungsveranstaltung in Hagen sprach Eva Irrgang für den Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und hob die Bedeutung der Bildung in den MINT-Fächern hervor. Auch Dennis Rehbein, der Oberbürgermeister von Hagen, war vor Ort und lobte das Freilichtmuseum als einen Standortfaktor für Hagen. Unterstützt wird die Ausstellung von der Karl-Kolle-Stiftung, für die Prof. Dr. Winfried Pinninghoff ein Grußwort sprach. In Vertretung der erkrankten Museumsleiterin berichtete Dr. Anke Hufschmidt von der Entstehungsgeschichte der Ausstellung und bedankte sich bei allen Beteiligten.

 

 

 

 

 

Für die FDP-FW-Fraktion war Arne Hermann Stopsack in Hagen mit dabei und machte sich gleich nach dem offiziellen Teil mit Eva Irrgang auf eine Entdeckungstour in der Ausstellung.

 

Die Einführung in die Ausstellung übernahm Prof. Dr. Albrecht Beutelspacher. Der emeritierte Professor der Justus-Liebig-Universität Gießen hat es geschafft, die abstrakte Welt der Formeln in ein greifbares Erlebnis für Jung und Alt zu verwandeln. Sein Lebenswerk ist untrennbar mit dem Mathematikum in Gießen verbunden. Als Gründer des weltweit ersten Mitmach-Museums für Mathematik verfolgt er seit 2002 ein klares Ziel: „Hands-on“ statt Kopfsalat. Ob in einer riesigen Seifenhaut oder beim Lösen komplexer Holzpuzzles; Beutelspacher lässt die Besucher Mathematik mit den Händen begreifen, anstatt sie hinter Schulbüchern verzweifeln zu lassen. Doch Beutelspacher ist nicht nur Museumsdirektor, sondern auch ein begnadeter Kommunikator. Durch zahlreiche TV-Auftritte und Bestseller wie „Mathematik für die Westentasche“ wurde er zum „Mathe-Erklärer der Nation“. Für seine Fähigkeit, selbst komplizierte Themen der Kryptografie und Geometrie humorvoll und alltagsnah zu vermitteln, wurde er vielfach ausgezeichnet – unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz.

Die Ausstellung ist im LWL-Freilichtmuseum noch bis zum 31. Oktober zu sehen und wird von vielen Veranstaltungen, z. B. für Lehrer und Lehrerinnen, begleitet.



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