Hoher Besuch im LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster

Normalerweise kommen die Menschen ins LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster, um Kunst zu sehen. An diesem Abend am 1. Oktober stand jedoch etwas anderes im Mittelpunkt: Rund 250 Ehrengäste waren nach der Verleihung des Westfälischen Friedenspreises im Rathaus zu einem festlichen Essen im Museum eingeladen. Zu den Gästen gehörten auch Arne Hermann Stopsack und Philipp Jäger.

Veranstalter des Abends war die Wirtschaftliche Gesellschaft für Westfalen und Lippe e.V. (WWL). Unter den Gästen waren Nato-Generalsekretär Mark Rutte und Bundeskanzler Friedrich Merz. Ihr Besuch stellte das Museumsteam vor besondere Herausforderungen – vor allem mit Blick auf die Sicherheit.

Zuvor wurde der Internationale Preis des Westfälischen Friedens im Historischen Rathaus offiziell verliehen. Die Wirtschaftliche Gesellschaft für Westfalen und Lippe würdigte das Verteidigungsbündnis mit der Auszeichnung als tragende Säule der euroatlantischen Friedensordnung und für seinen Beitrag zu Stabilität und Sicherheit. Der Preis, der an den historischen Friedensschluss von 1648 anknüpft, wurde stellvertretend von NATO-Generalsekretär Mark Rutte entgegengenommen.

Bundeskanzler Friedrich Merz hielt die Laudatio auf das Bündnis. Er betonte dabei, dass die NATO seit drei Generationen für Frieden bürge und eine „Allianz der Freiheit“ sei. Mit Blick auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine machte Merz deutlich, dass man einer imperialistischen Expansion vor allem mit militärischer Stärke und glaubhafter Abschreckung begegnen müsse. Er appellierte an die europäische Geschlossenheit und betonte: „Bleibt Europa fest, dann bleibt auch die Ukraine fest“.

Wenn hochrangige politische Gäste zusammenkommen, gelten besondere Sicherheitsanforderungen. Alle Mitarbeitenden, die mit der Veranstaltung zu tun hatten, mussten beim Bundeskriminalamt akkreditiert werden. Die für das Bankett vorgesehenen Bereiche wurden akribisch mit Spürhunden untersucht, Personenschützer inspizierten unter anderem die Dächer des LWL-Museums. Hinzu kamen zahlreiche weitere Maßnahmen, die für die Gäste kaum sichtbar waren.

„Unser Vorteil ist, dass wir durch Erfahrung mit weiteren großen Veranstaltungen mittlerweile eine gewisse Routine in der Zusammenarbeit mit dem Bundeskriminalamt und dem Protokoll haben“, sagt Bastian Weisweiler, Veranstaltungsmanager im LWL-Museum für Kunst und Kultur und ergänzt: „Durch seine zentrale Lage mitten in der Stadt ist das Museum der ideale Ort für derartige Anlässe.“ Das Rathaus liegt nur wenige Schritte entfernt. Und auch die Architektur bietet einen besonderen Rahmen: Das elf Meter hohe Foyer schafft viel Platz für ein festliches Bankett und verleiht Veranstaltungen eine besondere Atmosphäre.

Viel Erfahrung mit großen Veranstaltungen

Für das Museum ist der Empfang der Gäste des Westfälischen Friedenspreises längst keine Premiere. Bereits seit 2018 findet das Essen anlässlich der Preisverleihung im Museum statt. Während der Corona-Pandemie wurde sogar einmal die Preisverleihung selbst im Lichthof ausgerichtet.



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