Mitglieder der FDP-FW-Fraktion besuchen Ausstellung „Kirchner. Picasso“ im LWL-Museum für Kunst und Kultur
Am vergangenen Freitag waren Mitglieder der FDP-FW-Fraktion im LWL um den Fraktionsvorsitzenden Arne Hermann Stopsack – wie es mittlerweile zur Tradition geworden ist – zum Jahresauftakt zu Besuch im LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster. Dieses Mal, um die aktuelle Sonderausstellung „Kirchner. Picasso“ zu besichtigen und sich über aktuelle Themen aus dem Museumsbereich auszutauschen.
Begleitet wurden Sie dabei von Ingrid Fisch, die aktuell als Referatsleiterin im Kulturdezernat unter Anderem für die Bereiche Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungen und kulturpolitische Koordination verantwortlich ist.
Ernst Ludwig Kirchner (1880–1938) war ein zentraler Vertreter des deutschen Expressionismus und Mitbegründer der Künstlergruppe „Die Brücke“. Seine Werke zeichnen sich durch expressive Formen, kräftige Farben und einen intensiven emotional-subjektiven Ausdruck aus – Themen wie Großstadtleben, Porträts, Aktdarstellungen und das Atelier als Lebensraum sind oft Ausgangspunkt seiner Bilder.
Pablo Picasso (1881–1973) gilt als einer der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts und Mitbegründer des Kubismus. Er revolutionierte das künstlerische Sehen, indem er traditionelle Perspektiven auflöste und Bildräume in facettenreiche geometrische Strukturen zerlegte. Sein Werk umfasst ein enormes Spektrum an Malerei, Skulptur, Grafik und mehr.
Obwohl die beiden Künstler sich nie persönlich begegneten, lassen sich in ihrem Schaffen bedeutende Gemeinsamkeiten erkennen: Beide prägten die Moderne mit radikalen neuen Bildsprachen, beide suchten nach unmittelbarem Ausdruck, setzten sich intensiv mit Identität, Körper, Geschlecht und dem Verhältnis von Künstler und Modell auseinander und reflektierten in ihren Werken die gesellschaftlichen Umbrüche ihrer Zeit. Motive wie das pulsierende Großstadtleben, expressive Porträts und Akte werden von beiden aufgegriffen.
Die Ausstellung „Kirchner. Picasso“ im LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster bringt rund 100 bedeutende Werke dieser zwei Ausnahmekünstler erstmals in einen direkten Dialog – und macht damit sichtbar, wie unterschiedlich und zugleich wie überraschend nahe ihre künstlerischen Lösungen, Themen und Ausdrucksformen sind. Sie eröffnet einen lebendigen Vergleich, der hilft, die Innovationskraft, die ästhetischen Brüche und historischen Kontexte der klassischen Moderne besser zu verstehen. Darüber hinaus setzt die Schau einen internationalen Schwerpunkt, indem Leihgaben aus bedeutenden europäischen Sammlungen zusammengeführt werden.
Die Ausstellung endete am 18. Januar und war, besonders wenn man die hohe Nachfrage nach Führungen und Vermittlungsangeboten betrachtet, ein voller Erfolg.




