Westfälischer Preis für Baukultur

Am 13. April wurde im Landeshaus in Münster eine Ausstellung zum Westfälischen Preis für Baukultur eröffnet. Auch Vertreter der LWL-Politik, darunter Arne Hermann Stopsack von der FDP-FW-Fraktion und Andreas Neumann von den Grünen als Vorsitzender des Bauausschusses, nahmen an der Veranstaltung teil. Als fachlich zuständige LWL-Landesräte waren Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger für die Kultur sowie Urs Frigger für den Baubereich mit dabei.
Im Frühjahr 2025 lobte der LWL den Westfälischen Preis für Baukultur nach 2010 und 2015 zum dritten Mal aus. Eingereicht wurden 196 realisierte Projekte, die den gesamten zehnjährigen Zeitraum der Auslobung abbilden, wobei die seit 2020 fertiggestellten Projekte in der Überzahl waren. Dabei waren alle Regionen Westfalen-Lippes vertreten: das Münsterland, Ostwestfalen-Lippe, Südwestfalen und das westfälische Ruhrgebiet. Es wurden mehr Umbauten und Erweiterungen als Neubauten eingereicht. Bei vielen dieser weiter gebauten Bestandsgebäude handelt es sich um Denkmäler.

Unter den Einreichungen waren Bauten für Bildung und Forschung, Büro und Verwaltung, Gesundheit und Sport, Gewerbe und Industrie, Kultur und Kirche, öffentliche Bauten, Tourismus und Freizeit sowie Wohnungsbau und Freiraumanlagen. Viele Einreichende hatten sich im Sinne der Auslobung zu Bewerbergemeinschaften zusammengeschlossen und damit ihr langfristiges gemeinsames Engagement für die Baukultur sichtbar gemacht.
Bis zum 30. April zeigt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) jetzt im Lichthof die Ergebnisse in einer Ausstellung. Diese präsentiert die 15 Projekte, die von einer unabhängigen Jury mit einem Preis oder einer Anerkennung prämiert wurden, anhand von Fotos, Plänen, Texten und Kurzfilmen. Zugleich gibt sie einen Überblick über alle eingereichten Projekte aus den Bereichen Städtebau, Architektur und Freiraumplanung.
Die Ergebnisse des Preisverfahrens dokumentiert außerdem eine umfangreiche Publikation, die in der Ausstellung kostenlos zum Mitnehmen ausliegt. Auf der Website https://www.westfaelischer-baukulturpreis.de ist darüber hinaus eine digitale Dokumentation verfügbar, die auch die in der Ausstellung gezeigten Kurzfilme über die preisgekrönten Projekte umfasst.
Der Westfälische Preis für Baukultur 2025 wurde konzipiert und durchgeführt von der LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen. Unterstützt wurde er durch die Förderer: Ernsting Kunst- und Kulturstiftung (Coesfeld), Klinkerwerk Hagemeister (Nottuln) und NRW.BANK (Düsseldorf/Münster).
Arne Hermann Stopsack: „Wir sind tagtäglich von gebauter oder gestalteter Umwelt umgeben. Oft nehmen wir nicht bewusst wahr, welchen Einfluss gute Architektur, gute Baukultur auf Menschen oder Arbeitsprozesse haben kann. Der Westfälische Preis für Baukultur ist ein guter Anlass, die gesellschaftliche Relevanz der Baukultur zu verdeutlichen und die öffentliche Diskussion anzuregen. Es würde uns von der FDP-FW-Fraktion freuen, wenn wir auch 2030 wieder einen so erfolgreichen Wettbewerb durchführen können, um auch die Veränderungen der Architektur zu dokumentieren.“




