25 Jahre Museum für Westfälische Literatur

Das Museum für Westfälische Literatur im Kulturgut Haus Nottbeck besteht in diesem Jahr seit 25 Jahren. Zeit nicht nur für eine Bilanz, sondern auch für einen Blick in die Zukunft: Was wird aus der Literatur, in Westfalen und anderswo? Wird Künstliche Intelligenz die Schreibenden arbeitslos machen oder zu neuer Kreativität anregen? Brechen nur alte Leserschichten weg oder wachsen auch neue nach? Ist „Young Adult“ mehr als ein Hype? Können unabhängige Verlage weiter überleben? Wie kann ein Museum Literatur zeitgemäß ausstellen?

 

Diese Themen werden mit einer neuen Ausstellung mit dem Titel „Die Zukunft der Literatur“ aufgegriffen. Die feierliche Ausstellungseröffnung fand am 18. April statt; aus der FDP-FW-Fraktion nahm Susanne Mittag als Mitglied im Kulturausschuss daran teil. Im Rahmen der Veranstaltung sprachen u. a. Eva Irrgang für die Landschaftsversammlung, der wissenschaftliche Leiter Prof. Dr. Stefan Höppner, Landrat Dr. Olaf Gericke sowie Prof. Dr. Gerhard Lauer (Leiter Buchwissenschaft an der Uni Mainz). Im Rahmen der Veranstaltung fand auch eine Lesung mit der Bestseller-Autorin Anya Omah aus ihrem neuen Buch „Broken Prince“ statt

 

Die Ausstellung beschränkt sich allerdings nicht nur auf die Räume im Gebäude. Im Außenbereich des Kulturgutes lädt ein literarischer Erlebnispfad dazu ein, interaktive Erzählformen zu entdecken und Narrative durch partizipative und kreative Formen zu hinterfragen. Welchen Einfluss nehmen Erzählungen auf unser Bild von Gesellschaft? Wie prägen sie uns individuell? Was und wie wollen wir in Zukunft erzählen?

 

Das Museum für Westfälische Literatur wurde 2001 auf Initiative der Literaturkommission für Westfalen gegründet und konzeptionell entwickelt. Es wird seitdem auch im Hinblick auf den Veranstaltungsbetrieb vom Geschäftsführer der Literaturkommission betreut.

 

Die Dauerausstellung zeigt die Westfälische Literaturgeschichte in Epochen bis zur Gegenwart. Angereichert wird die Ausstellung durch Bild- und Hörinstallationen, die eine selbstständige Bewegung in den Irrungen und Wirrungen der Westfälischen Literatur ermöglichen. Um die Eindrücke der Dauerausstellung zu vertiefen, befindet sich auch eine frei zugängliche Bibliothek im Museum. Zudem finden auf dem Gut Lesungen, Performances, Workshops, Konzerte und Theateraufführungen statt.

 

Seit September 2018 präsentiert sich das Museum für Westfälische Literatur im neuen, frischen Gewand. Eine zeitgemäße, multimediale Optik, ein erweitertes Themenspektrum sowie neue Autoren.



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