Modernere Technik für das LWL-Planetarium

Das Planetarium im LWL-Museum für Naturkunde in Münster öffnet jetzt wieder seine Türen. Nach gut drei Wochen Umbauzeit soll die umfassende technische Erneuerung den Besuchern und Besucherinnen ein noch intensiveres Erlebnis bieten. Die neue Projektion bringt das Universum nun gewissermaßen noch besser zur Geltung.

Am Dienstagabend präsentierte das Planetarium im Rahmen einer Eröffnungsveranstaltung die neue Technik der Öffentlichkeit. Dazu waren vom Landschaftsverband aus der Verwaltung u. a. Landesdirektor Dr. Georg Lunemann und die zuständige Dezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger sowie aus der Politik Eva Irrgang als Vorsitzende der Landschaftsversammlung sowie die beiden Fraktionsvorsitzenden Karsten Koch von der LWLSPD-Fraktion und Arne Hermann Stopsack von der FDP-FW-Fraktion in das Naturkundemuseum gekommen.

Die knapp 2,4 Millionen Euro teure Investition des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) soll mindestens acht Jahre halten. Nach Aussage der Fachleute besitzt das LWL-Planetarium nun wieder eines der besten Projektionssysteme weltweit. Jedes Jahr besuchen über 130.000 Menschen das Planetarium, 2023 sogar über 190.000. Mit dieser Investition sichert der LWL das Planetarium als einen wichtigen Ort der Wissensvermittlung und der Begeisterung für Naturwissenschaften.

Das LWL-Planetarium gehört zu den schönsten in Deutschland – und das soll auch so bleiben. Die eigentliche Verbesserung findet dort statt, wo sie am wichtigsten ist: im Bild. Im Mittelpunkt steht das sogenannte Fulldome-Projektionssystem. Zehn moderne 4K-Laserprojektoren, elf leistungsstarke Hochleistungsrechner sowie eine aktuelle Planetariumssoftware („Digistar 2026“) sorgen künftig für eine Darstellung auf dem jüngsten Stand der Technik. Auch die Systemsteuerung, etwa für Licht und Ablauf, ist neu.

Was das Publikum merken wird, ist die Bildqualität: Zwar bleibt die Auflösung auf dem bereits zuvor sehr hohen Niveau, doch Helligkeit und Farbdarstellung verbessern sich erheblich: Die Projektion ist nun etwa doppelt so hell. Gleichzeitig ermöglicht ein erweiterter Farbraum deutlich feinere Abstufungen und realistischere Darstellungen – von fernen Galaxien bis hin zu atmosphärischen Landschaftsszenen auf der Erde.

Notwendig geworden war die Modernisierung vor allem durch das Alter der bisherigen Technik. Die Projektoren hatten nach sieben Jahren das Ende ihrer Lebensdauer erreicht, einzelne Geräte zeigten bereits nicht mehr reparierbare Bildfehler. Auch die eingesetzten Rechner waren teilweise bis zu zehn Jahre alt.

Auch inhaltlich bietet die neue Technik Vorteile: Durch die aktuelle Software können neue Datensätze dargestellt werden, die vorher einfach zu groß und komplex waren. Viele Inhalte wie beispielsweise unsere Heimatgalaxie werden jetzt auf dem aktuellen Stand der Forschung dargestellt. Das ermöglicht präzisere und realitätsnähere Darstellungen des Universums.

Die FDP-FW-Fraktion im Landschaftsverband Westfalen-Lippe unterstützt die Weiterentwicklung im LWL-Museum für Naturkunde mit Planetarium ausdrücklich. „Das Planetarium ist ein zentraler Baustein unserer naturwissenschaftlichen Bildungsarbeit in den MINT-Fächern. Mit der neuen Technik können wir wissenschaftliche Inhalte nicht nur aktueller, sondern auch deutlich anschaulicher vermitteln. Der Besuch im Planetarium ist sowohl bildend als auch beeindruckend. Das hat auch die heutige Schau gezeigt“, so Arne Hermann Stopsack.



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